Mit dem Herannahen des Abzugstermins der Amerikaner gerät die Frage, ob und wie Opfer amerikanischer Einsätze entschädigt werden sollen, in die öffentliche Diskussion. Offizielle Statistiken zeigen, dass über einhunderttausend Iraker während der Besatzung seit 2003 ums Leben gekommen sind, inoffizielle Quellen nennen weitaus höhere Zahlen.Der Chefredakteur der irakischen Zeitung Sout al-Aragh Mahmud Al-Hashemi sagte: "Angesichts der zögerlichen Haltung der Amerikaner, die keinen Schadenersatz zahlen wollen, muß eine neue politische Initiative ins Leben gerufen werden. Aus irakischen und internationalen Experten bestehende Gremien sollen die Voraussetzungen schaffen, um Washington für die Schäden zu belangen, die während der Besatzung angerichtet wurden.
4 Dezember 2011 - 20:30
News ID: 282269
Im Irak haben Politiker, Juristen sowie Menschenrechtsorganisationen in einer neuen Initiative Bagdad zur Schadenersatzforderung von den amerikanischen Besatzern aufgerufen.